Freitag, 24. August 2007

Zu Besuch bei Daniel Ortega - Präsident Nicaraguas

Dem Erdbeben und vor allem den Nachbeben bin ich inzwischen entflohen und sitze in Nicaragua - genauer in Managua. Hier ist es dunkel es ist 18.45, noch 15 Minuten und es gibt wieder Licht. Eine Energiekrise hat dazu geführt, dass Energie limitiert wird. Diese Woche gibt es von 13-17.00 Uhr keine Strom, nächste Woche von 17.00- 22.00Uhr. Mein Laptop hat glücklicherweise eine guten Aku.

19.00 Uhr, die Lichter gehen an, wie toll Energie doch ist.

Aber eigentlich wollte ich ja von meinem Besuch bei Daniel Ortega, Präsident Nicaraguas, berichten. Ortega wurde letztes Jahr am 5. November - als ich das erste Mal in Nicaragua war - zum Präsidenten gewählt. Er gehört der „Frente Sandinista de Liberación“ (Sandinistische Nationale Befreiungsfront) an.

Treffen der Lateinamerikanischen Öko-Landbau-Behörden
Anlass meines Besuches ist das erste Treffen der zuständigen Öko-Behörden aller latein- und mittelamerikanischen Länder (außer Honduras und Kolumbien sind alle anwesend), um einen Vortrag über die Änderungen der europäischen Ökoverordnung zu halten.

Die Lobbyingarbeit, der in Nicaragua vorbereitenden Institution das IICA, war sehr gut und der Landwirtschaftsminister eröffnete bereits die Veranstaltung. Abends werden wir vom nicaraguensischem Staat mit volkstümlichen Tänzen willkommen geheißen, bei einem informelle Abendessen war der Landwirtschaftsminister und mit Gattin anwendend und die Krönung war nun das Treffen mit dem Präsidenten selbst.

Das Präsidentschaftshaus
Das Präsidentschaftsshaus begrüßt seine Besucher mir einer ungewöhnlichen Wandbemalung auf den bunten Wänden steht VIVA SANDINO y CASA NACIONAL FSNL. Ich habe ein bisschen das Gefühl, es könnte auch ein Kindergarten sein. Überwältigend ist allerdings das ganze grün, ein bisschen wie ein grüner Urwald mit bunten Bildern.

Das Treffen
Auch der Besprechungsraum ist bunt: Die bunten Wände ziehen an und alle wollen sich einmal davor fotografieren lassen. Der Landwirtschaftsminister ist auch bald da, nur der Präsident lässt auf sich warten. Wir plaudern also alle mal mit dem einen, dann mit dem anderen und als der Agrarminister neben mir steht frage ich ihn nach der Bedeutung der Wandbemalung, eine Hand mit einem Auge. Er weiß es nicht und ich bin ein bisschen enttäuscht, so viele Symbole, soviel anders als bei uns um Kanzleramt und dann weiß man nicht mal seine Symbole zu erklären. Das finde ich ein bisschen schwach für soviel anders sein.

Nach eineinhalb Stunden kommt dann auch der Präsident mit Ehefrau und ein paar anderen Ministern. Aber nicht wie bei uns erscheinen diese schnellen Schrittes und es wird sofort ruhig, nein es ist eher so, als würden sie sich reinschleichen, und wenn in Managua nicht überall Bilder hängen würden, dann hätte ich ihn auch sicherlich nicht erkannt. Ortega nimmt sich dann allerdings auch anderthalb Stunden Zeit. Erst stellt sich die Gruppe vor, dann stellt er einige Fragen zum Ökolandbau und den bisherigen Verlauf des Austausches der Behörden. Diese werden von verschieden beantwortet werden. Ich werde natürlich auch aufgefordert, denn so wie die Kollegin aus Spanierin sind wir die Exoten als Europäer.

Der Präsident sieht, mit Verlaub, die ganze Zeit so aus als würde er nicht allzu viel verstehen. Seine Frau, Rosario Murillo, seine rechte Hand, hingegen ergreift zum Schluss auch das Wort und verbindet die schlechten Erfahrungen der Grüne Revolution, Verbundenheit mit der Erde und Ökolandbau gekonnt mit einander. Ja, die hat zugehört. Natürlich hat der Präsident das Schlusswort, wir haben sogar den Eindruck das ein Funke übergesprungen ist und er verspricht das Thema auch mit anderen Präsidenten auf die Liste zu setzen. Nach diversen Abschlussfotos mit dem Präsidenten - jeder will mal mit dem Präsidenten fotografiert werden, was ich ja immer etwas albern finde - gehen wir alle recht zu frieden nach Hause.

Mein Resumen
Meine Präsidentin habe ich auf jeden Fall noch nie persönlich begrüßt. Ich habe mir zwischendurch versucht vorzustellen wie so ein Besuch bei Frau Merkel aussehen würde. Protokollierter Ablauf, die Herren alle mit Anzügen und Krawatten, in einem modernen Gebäude, alles schön schlicht und auf das wesentlich reduziert.

Im Gegensatz dazu: lila-bunte Wände, alternative Kleidung, alles sehr informell. Ich habe eher den Eindruck, als würden die Hauptakteure mal Regierung spielen üben.

Aber dann kommt mir der Gedanke, dass bei uns einfach viel Blähwerk drumherum ist. Eins ist allerdings auffällig, egal ob alternativen Regierung oder nicht es gibt einen Kleider-Codex. Genauso unpassend wie die Jeans mit Freizeithemd im Kanzleramt wären, wäre hier der Anzug mit Krawatte fehl am Platze. Offensichtlich braucht jede Regierung, egal ob rechte oder linke, ob Europäer oder Latino einen Codex.

....und hier noch ein kleiner Nachtrag zur FSNL - Wikipedi sein dank :-)

Frente Sandinista de Liberación
Die FSNL hat 1979, die zuvor 43 Jahren bestehende Diktatur der Somoz-Dynastie unter gestürzte und daraufhin Nicaragua bis 1990 regierte.

Die FSLN wurde 1961 in von Carlos Fonseca als revolutionäre Bewegung in Opposition zur Diktatur der Familie von Somoza gegründet. Den Namen der Bewegung leiteten ihre Gründer von dem General des nicaraguanischen Widerstandes gegen US-Truppen Augusto César Sandino (1895-1934) ab.

Ideologisch umfasst der Sandinismus (Sandinismo) ein breites Spektrum von Meinungen, die vom revolutionären Marximus bis zur Befreiungstheologie und reformistischen Agenden einer Verbreiterung bäuerlichen Eigentums reichen.

Die sandinistische Agrareform nach sozialistischem Vorbild leitete einen Strukturwandel in der industriell betriebenen Monokulturen auf Basis von Großgrundbesitzern ein. Mit den Einkünften aus den verstaatlichten Somoza-Ländereien, auf denen weiterhin Kaffee für den Export produziert wurde, kaufte die Revolutionsregierung Getreide, dessen Anbau im Lande aus klimatischen Gründen sehr schwierig ist, um es zu subventionierten Billigpreisen an die Bevölkerung abzugeben. Damit wurde zwar in wenigen Jahren eine Selbstversorgung des Landes mit den traditionellen Grundnahrungsmmitteln erreicht und erstmalig die Versorgung aller Nicas mit erschwinglichem Brotgetreide sichergestellt.

Die Zinsen für die übernommenen Auslandsschulden konnten aus den drastisch reduzierten Exporteinnahmen nicht mehr bezahlt werden. Zur Deckung der Getreide- und Fleischimporte verschuldete der Staat sich weiter bei internationalen Kreditinstitutionen. Hinzu kamen die Kosten für den Contra-Krieg den von 1981 bis 1990 mit der USA.

Auch in dieser linken Regierungszeit wurden Menschenrechtsverletzungen bekannt. 1990 verlor die FSNL ihre Wahl und ist erst im letzten Jahr wieder als Regierung gewählt worden.

Donnerstag, 16. August 2007

Nach dem Erdbeben....

.... inzwischen ist die Anzahl der Toten auf 400-500 angestiegen, die Zahlen varieren. Der Onkel meiner Kollegen ist in der Kirche in ICA von den einstürzendem Gemäuer erschlagen wurden. Seine Frau und sein Kind sind kurz vorher, nach Ende der Messe, aus der Kirche und haben das Erdbeben ohne äußere Verletzungen überstanden.

In ICA, im Epizentrum, herscht immer noch Chaos, es gibt kein Licht und die Preise für Kerzen, sowie Buspreise haben sich in dieser Region erhöht. Die Diebe sind natürlich auch schon auf dem Vormarsch. Das ist die dunkle Seite, der Schatten, der sich zusätzlich über dieses schreckliche Ereignis legt.

Die Rolle des Fernsehens sehe ich ambivalent. Auf der einen Seite informiert das Fernsehn alle, auch mich, über das Ausmass der Katstrophe und verbindet die Menschen auf diese Weise. Aber sind 24 Stunden Reportagen, mit immer den mehr oder weniger gleichen Bildern, den weinenden Menschen die Angehörige verloren haben, den sich wiederholenden Geschichten der stärksten Erdbeben der letzten 40 Jahre wirklich 24 Stunden am Tag nötig? Und muss der Reporter die Nachrichten auch noch wie ein Marktverkäufer anbieten? Das geht mir zu weit. Die Art des Nachrichtenjournlismus hat mir hier noch nie gefallen, aber heute stösst sie mir nocheinmal besonders auf.

Die positive Seite ist, dass die Menschen miteinander reden, Verwandte die man lange nicht angerufen haben, werden kontaktiert. Egal ob der Taxifahrer, der Kellner, die Verkäuferin, der Pförtner alle fragen und reden über das Erdbeben. Die Menschen schwanken zwischen Geschichten über die wackelde Bauten, Standardfrage Nr. 1 ist: "Wo warst du als das Erdbeben... ?" aber und Angst vor einem weiteren Erdbeben.

Wir wissen alle sehr genau es hätte auch schlimmer kommen können. Aber es gibt wie immer auch eine positive Erfahrung, es ist ein tolles Gefühl, dass soviele an mich gedacht haben, mails geschickt oder sogar angerufen haben. Ihr seit Klasse! Nur weiter so!!! - bitte auch ohne Erdbeben!

Mittwoch, 15. August 2007

Erdbebeben

6.30 ich sitze im Taxi und will nach Hause. Der Taxifahrer kannte mal wieder nicht den Umweg für die Strassenkreuzung Javier Prado mit Avenida Arenales und ich habe mal wieder vergessen, dass wenn ich auf dem schnellsten Weg nach Hause will, ich für den Weg selber verantwortlich bin. Wir stehen also – ungelogen - 10 Minuten vor der Ampel bis es e n d l i c h weiter geht.

Ich höre im Radio, dass man von einem „temblor“ (Erdstössen) spricht, höre aber nicht richtig hin bis wir vor der nächsten Ampel stehen und das Auto verdächtig wackelt und mir klar wird: Ich befinde mich mitten in genau diesem „temblor“. Der Taxifahrer fragt, ob wir weiter fahren sollen, ich sehe währenddessen wie die Menschen aus den Häusern auf die Strasse laufen mir wird ein bisschen mulmig aber ich überlasse dem Taxifahrer die Entscheidung, schließlich habe ich kein Erfahrungs- Entscheidungskriterium dafür.

Als er mich ca. eine Minute später am Zielort absetzt, stehen überall Menschen, reden, telefonieren, einigen sieht man noch den Schrecken ins Gesichts geschrieben. Im Supermarkt sind einige Produkte aus den Regalen gefallen. Es kommt mir ganz unwirklich vor, der Schrecken der Menschen und meine „Gleichgültigkeit“ weil man es im Taxi, wenn es fährt tatsächlich kaum wahrnimmt.

Ich kaufe meine Liter Milch im WONG, gehe eine Straße weiter nach Hause auch hier sind ein Teil meiner Mitbewohner versammelt und es ist eigentlich das erste Mal das ich mit Ihnen ins Gespräch komme. Komisch so ein Erdbeben verbindet. Während ich hier schreibe, bebt die Erde immer noch, immer mal wieder, es ist ehrlich gesagt ein bisschen unheimlich.

Inzwischen ist es fast Mitternacht, vor einer Stunde hat mich eine peruanische Nachbarin die zwei Strassen weiter wohnt angerufen, um zu hören ob ich das Erdbeben gut überstanden habe. Auch sie hat sich erschreckt und ich bin ehrlich gesagt ganz dankbar das sie an mich gedacht hat.

Ich habe nun seit Monaten mal wieder das Fernsehen eingeschaltet, auf zwei Kanälen (von meinen 5) laufen Bilder und Reportagen über das Erdbeben. Peru ist im Ausnahmezustand und ich erfahre weiter, dass es das schwerste Erdbeben seit den letzten 40 Jahren in dieser Region ist:

  • Stärke - je nach Standort- 7.5-7.7 Skala Richter,
  • Dauer zwischen 60-120 sec.
  • Hautschwerpunkt des Erdbebens: Region ICA, ca 200 km von Lima entfernt, hier hat es auch heftige Erdstösse im Meer gegeben

DIE FOLGEN
Über 40 Tote und über 300 Verletzte.

Morgen findet kein Schulunterricht hat, die Flüge haben Verspätung, es herrscht in einigen Regionen Chaos. Der Präsident hat eine Rede übers Fernsehen ausgestrahlt und es wird ein vorübergehender Notzustand ausgerufen.

Es wird vorausgesagt, dass es in die nächsten Tage weiter Erdstösse geben wird und ich frage mich warum ich denn erst am Sonntag für einen Monat nach Nicaragua (ent-)fliehe...

Samstag, 11. August 2007

JAUJA: Eine Landschaft für van Gogh

Hier ein paar Eindrücke meiner letzten einwöchigen Urlaubsreise nach Jauja in die Sierra auf 3.410 m und ca. 250 km von Lima entfernt.

Besonders faziniert haben mich zwei Landschaften: Die Gegend um Tunanmarca mit ihrer Kulturlandschaft, einem Felder-Flickenteppich, sowie Janchiscocha eine abgelegene Bergregion auf über 4.000 m mit einer Reihe Bergseen.

TUNANMARCA

Eine offene Kulturlandschaft mit viel Weite, Braun-, Gelb- und Rottönen im Überfluss, blauer Himmel, unbestellten Feldern, umgepflügte Böden, Geruch nach abgeernteten Feldern...

Die alten Ruinen von Tunanmarca


Braune und gelbe Böden wie ein Bild von Van Gogh


JANCHISCOCHA
-DIE SIEBEN SEENLANDSCHAFT-

Eine einsame fast unberührte Landschaft, verschlossen wie die einsamen Bauern die dort Leben, ein bisschen unheimlich, metallisch rot-grün-gold...

Einsame Landschaft mit einsamen Gehöften auf unserem Weg

GESTEINE


PFLANZEN


ERDEN: LILA; LILA

So streunen wir eine Woche jeden Tag ein bisschen durch diese farbintensiven Landschaften und diese unglaubliche Weite und die Schönheit von Landschaft überwältigt mich.

Ein Wehrmutstropfen bleibt ....
Bei aller Schönheit dieser Landschaft bleibt ein Wehrmutstropfen. Das Tal durch die der Fluss Mantaro fließt, ist hochgradig durch die Minenarbeiten (Kupfer und Bleischmelzwerk) in La Oroya verseucht. Es gibt eine Studie mit Blutuntersuchungen der Kinder, die in der Region alle überhöhte Bleiwerte aufgewiesen. Die Folgen sind überhöhte Krankheitsraten wie Krebs in dieser Gegend.

Der Präsident Alan Garcia hat vor kurzem der Bevölkerung versprochen den Fluss zu renaturieren. In vier Jahren will Garcia als Beweiß durch den Fluss schwimmen. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht, wie 1988 der damalige Umweltminister Klaus Töpfer bei seiner Rhein-Sauber-Schwimm-Aktion, im Neoprenanzug schwimmen muss.

WONG: Mein Peru- Kultur-Barometer

Warum schreibe ich einen blog über einen Supermarkt? Wong ist ein kein x-beliebiger Supermarkt, Wong ist ein außergewöhnlicher, dienstleistungsorientierter Supermarkt wie man ihn hier in Lima nicht noch mal findet und darüber hianus mein Peru-Kultur-Barometer.

Wong mein „Nachbar“, den ich fast täglich besuche, sei es für einen Liter Milch, Brötchen, Kaminholz oder Ritter Sport Schokolade bei kleineren oder größeren Suchtanfällen. Darüber hinaus kann man dort Konzert-Karten kaufen, einfache Briefe verschicken, Fotos ausdrucken und, und, und…. Wong kann (fast) alles.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte des Supermarktes 1942, als Erasmus Wong, Chinese, einen kleinen Supermarkt in San Isidro (Stadtteil von Lima) eröffnet hat. Heute kann man seine Supermarktkette als kleines Imperium hier in Lima bezeichnen. Die Familie Wong besitzt inzwischen 12 WONG-Supermärkte und darüber hinaus 22 Metro-Märkte, 7 "Eco Almacen", 2 "American outlet" und ein Centro Comercial im Plaza Lima Sur. So wurde aus dem Familienunternehmen ein mittelständisches Unternehmen mit einem gewissen Vorzeigeeffekt. Wong verfolgt in seinen WONG –Filialen nicht das klassische Prinzip „Geiz ist geil“, sondern setzt auf Kundenservice und ein reichhaltiges Angebot.

Die Mitarbeiter
Schon der Eintritt in den Supermarkt läst einen staunen. Eine Herrscharr von jungen Mädchen und Jungs, alle in roter Uniform wuseln vor sich hin. Die Jungs mit einem Käppi und die Frauen alle mit dem gleichen Dutt und exakt dem gleichem Make-up. Alle sind auf kundenfreundlichkeit trainiert. Ich habe noch nie einen unfreundlichen Mitarbeiter bei Wong getroffen, egal wie genervt oder unfreundlicher der Kunde war. Das ist in der Dienstleistungswüste Lima außergewöhnlich.

Eintüt-Schlepp-Service
Besonders interessant ist aber die amerikanischeDienstleistung -Eintüt-Schlepp-Service-Mentalität. Das ging am Anfang natürlich gar nicht und ich habe immer alles in meinen Rucksack gepackt. Inzwischen gibt es Tage an denen ich mir gerade zu genüsslich alles einpacken lasse. Das Obst in eine Tüte und die Milchtüte auf jeden Fall separat, sie könnte sonst die Zeitung in der gleichen Plasikttüte kontaminieren und das möchte ich natürlich auf gar keinen Fall. Und letztens habe ich es sogar geschafft mich nach Hause begleiten zu lassen und mir einen 20 l Kanister Wasser und 10 kg Holz (das habe ich getragen) in die fünfte Etage meines Hauses ohne Aufzug schleppen zu lassen. Ich war fast ein bisschen Stolz, irgendwie kostet es mich Überwindung mich auf soviel Service ein zu lassen.

Schlemmerparadies bei seichter aber echter Klaviermusik
Zu den Stosszeiten plätschert einem beim Eintritt schon Klaviermusik entgegen. Dazu läuft eine Heerschar von Mädels mit Tabletts und Probierhäppchen durch den Markt: Joghurt, Käse, Nudeln, Wein etc. Und die Limeñ
os lieben diesen Service, zumindest die reichere Oberschicht, den einkaufen bei Wong ist nicht das billigste Vergnügen. Aber es gibt auch keinen Supermarkt der diesen einzigartigen, Schlemmer- Probier, Tüten- Schlepp und Vielfalts -Angebot zu bieten hat. Wo sonst bekommt man deutschen Hefeweizen inklusive Originalgläser?

Wie kommt man an seine erste Pfandflaschen?
Erwähnenswert wäre allerdings noch die Pfand-Geschichte. Man kann im Wong Pfandflaschen kaufen und diese dort auch wieder abgeben. Soweit so gut. Aber was macht man, wenn man ein Bier kaufen möchte und noch keine Pfandflasche hat. Ehrlich gesagt hat man ein Problem. Denn trotz aller Service-Orientierung bleiben die Verkäuferinnen an der Kasse hart: Ohne Pfandflasche keine neue Flasche. Es hat schon mehreren Ausländern Diskussionen gekostet, das Argument :
„aber woher soll ich denn dann eine leere Flasche herzaubern“, zählt kein bisschen und läst die Kassiererin kalt, natürlich mit einem bedauerlichen aber sehr freundlichen Lächeln. Die Diskussion ist nicht zu gewinnen, aber dafür gibt es ja noch meinen Kiosk gegenüber, der kann das interessanterweise auch so.

Vorreiter im Recyling
Unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang aber nicht bleiben, dass WONG Vorreiter in Sachen Recycling ist. Hier können Batterien, Glas, Plastik und Papier abgegeben werden. Das kommt meiner deutschen Trennkultur natürlich sehr entgegen. Wong ist ein echter Luxus-Supermarkt, aber auch Vorreiter in Sachen Umwelt.

Mein Lima-Peru Barometer
Wong ist für mich mein Lima-Peru Barometer. Es gibt Tage da kann ich es nicht ertragen das jemand hinter mir steht, meinen Einkaufswagen ausräumen will, alles in 10 Tüten packt und auch die ewig gleiche Frage Boleata o Factura kann mich aus dem Gleichgewicht bringen. Der Genervheitsgrad in einer anderen Kultur zu leben gehen dann gleich 100%, das Baraometer steht auf schlechtem Wetter. An anderen Tagen hingegen finde ich es Klasse und uch 10 Plastiktüten können mich nicht aus der Ruhe bringen. Das Kulturbarometer steht auf schön!

Samstag, 21. Juli 2007

Fiestas Patrias: Festlichkeiten zur Unabhängigkeit

Fiestas Patrias werden die Nationalfeiertage zum Gedenken an den Tag der Unabhängigkeitserklärung am 28. Juli 1821, durch den Befreier Jose de San Martin genannt. Den ganzen Monat Juli finden bereits Festlichkeiten statt und an allen Häusern werden auf staatliche Verordnung hin die Fahnen gehisst. Das Bild zeigt einen Aufruf dazu: "Wir respektieren dich peruanische Fahne".

Auch in den Schulen und Kindergärten finden Feste zum Unabhängigkeitstag statt. Heute habe ich dann einen Einblick in die Festlichkeiten des Kindergartens "Casa Belen", in dem ich seit Anfang des Jahres nebenbei im Vorstand arbeite, bekomme. "Casa Belen" ist ein Sozialprojekt der evangelischen-deutschen Kirchengemeinde, gegründet in Breña, einem Armenviertel Limas.

In den letzten Wochen hat man sich im Kindergarten bereits intensiv auf das Fest vorbereitet. In den einzelnen Gruppen wurden die Landstriche: Costa (Küste), Selva (Regenwald) und Sierra (Gebirge) besprochen. Höhepunkt des Festes selber waren die Tänze aus den verschiedenen Regionen des Landes. Und ich habe es sehr genossen, die kleinen bunten Darbietungen, die mich mal wieder daran erinnert haben welches Glück ich habe ein anderes Land kennen zu lernen. Hier ein paar Eindrücke:

CARNAVAL DE ARAPA (SIERRA)

CARNAVAL DE CUZCO (SIERRA)

CARNAVAL DE ANACONDA (SELVA)


CARNAVAL DE CAJAMARCA

DANZA DE PUNO: TUNTUA
Jeder Tanz hat einen kulturellen Hintergrund, wie die Tuntua, die ein typischer Tanz der Sklavenarbeiter aus der Region Puno ist. Trotz genügend kulturellem-arbeitsfrust macht dieses bunte Land mit seinem gesunden Nationalstolz weiterhin Lust auf mehr!

Informelle Arbeiten

Da stand es doch diesen Monat schwarz auf weiß in der Zeitung: Peru steht an fünfter Stelle der Länder mit der höchsten Quote am informellen Sektor ("Somos el quinto país más informal").

Das soeben frisch beschlossene Freihandelsabkommen TLC (Tradado libre Comercio) zwischen Perú und den USA soll nun den Weg ebenen dies zu verändern. Wie das TLC allerdings den kleinen Händlern auf der Strasse helfen soll, ist mir nicht wirklich einleuchtend.

Was heißt informell?
60 % des Bruttosozialproduktes schätzt man wird im informellen Sektor erzeugt. Ein großer Teil der Arbeiter und Arbeiterinnen ist nicht in einen formellen Sektor einbezogen, das heißt diese arbeiten ohne jegliche soziale oder arbeitsrechtliche Absicherung. Dies führt zu einem bunten Bild in Lima: x-tausende von so genannten ambulanten Händlern begegnen mir täglich auf der Straße, die einen verkaufen Taschentuchpakete (leider nie wenn ich eins brauche), Zeitungen, Süßigkeiten oder sonstige Utensilien für wenig Geld, zudem gibt es natürlich die klassischen Schuhputzer, Kioskbetreiber etc. Die Liste ist lang. Der Peruaner ist hier sehr einfallsreich, um wenigstens genügend Geld für sein Essen zu verdienen. Für viele der ambulanten Händler bedeutet arbeiten am selben Tag Geld zum essen zu haben oder eben auch nicht.

Es gibt allerdings auch ein grossteil informeller Arbeiten, die über die direkte tägliche Versorgung hinaus geht wie Taxiunternehmen, Handwerker oder andere Arbeiten.

Warum gibt es soviel informelle Arbeit?
Ein offizielles Geschäft anzumelden kostet Geld, Zeit und Nerven. Nicht um sonst gibt es hier den "Beruf" des Tramitador, das sind Menschen die für einen Behördengänge erledigen, die sich Stunden lang mit einer Seelenruhe in eine Warteschlage stellen (sie werden ja auch dafür bezahlt) und die am besten noch eine Kontaktperson in der Behörde sitzen haben. Ohne Kontakte läuft hier nämlich gar nichts. Eine wahre Klüngelwirtschaft.

Das Problem an der Bürokratie ist, dass sie hier willkürlich ist. Und das weiß ich aus eigenen Erfahrung (mein Visum). Es gibt kein Verfahrensablauf der für alle öffentlich ist. Jeder erklärt einem einen Teil des Verfahrens und wenn man dann glaubt man hat es endlich geschafft kommt irgendjemand mit dem Schild: "Neue Spielregel" und "Neuen Kosten". Der Peruaner hat eine eigene Art entwickelt damit um zugehen: stoische Gelassenheit. Aber noch viel größer ist die Vermeidungsstrategie. Ein peruanisches Sprichwort sagt: "No te hagas paltas"(wörtlich: "Mach dir keine Avocados", soll heißen: "Mach dir keine Probleme") und das wenden sie auch im Behördenumgang an. Wenn das Tramite nicht unbedingt notwendig ist, wird es vermieden. Denn keiner weiß, wie teuer, was es kostet und vor allem wie lange es dauern wird.

Der Zeitungsartikel im Comercio macht ebenso diese willkürliche Bürokratie für die fehlende Formalität verantwortlich. Während man in Australien 2 Tage (Platz 1) benötigt um ein Geschäft zu eröffnen, benötigt man in Peru 72 Tage (Platz 184).

Auch Informalität hat ihren Preis
Allerdings ist auch die Informalität nicht umsonst. Die größten Kosten für Informalität sind die Kosten für das Fehlen von Rechten der Betreiber, zum Beispiel von Bodennutzungsrechten. 70% des Landes hat keinen eingetragenen Boden-Eigentümer. Um nicht angezeigt zu werden oder andere Schwierigkeiten zu bekommen, zahlt hier jeder an irgendjemand Geld. Im informellen Sektor findet sich sozusagen noch mal der Staat in klein wieder, mit seinen eigenen informellen Regeln und seinen eigenen Gebühren.

Lima ohne ambulante Händler?
Was wäre Lima ohne sein chaotisches buntes Stadtbild mit all seinen ambulanten Händlern? Ehrlich gesagt, mir würde etwas fehlen. Aber es wäre ein Ausdruck davon, dass alle an dem Reichtum dieses Landes Teil haben, dass es für alle ein Recht auf Arbeit und soziale Absicherung gibt.

Das Land ist reich! In Peru, so hörte ich es auch auf einer Tagung von Javier Diez Canseco, einem bekannten Polit-Soziologen des Landes, müsste keiner Hunger leiden, wäre keine Entwicklungshilfe nötig, wenn Reichtum hier nur ein ganz kleines bisschen gerechter verteilt und der Staat mit einem gerechten Steuersystem nachhelfen würde.

Perspektivenwechsel: Einkaufen auf dem Bio-Markt

Heute auf dem Markt habe ich sehr gelacht, wie peruanisiert ich doch schon bin - zu mindestens beim Einkaufen. Das peruanische einkaufen auf dem Markt weicht nämlich deutlich vom deutschen System an.

In den ersten Wochen habe ich immer gewartet bis man mich bedient hat, mich ab und zu innerlich gefragt warum sich eigentlich immer alle vordrängeln. Aber die ersten Wochen hatte ich natürlich endlos Zeit. Ich kannte ja noch niemanden und das Einkaufen war so ein mit genommes Ritual aus Bonn, dass mir in ein bisschen das Gefühl von Heimat gab.

Als die Zeit knapper wurde habe ich dann irgendwann das System entlarvt. Hier muss man sich sein Recht erkämpfen. Sobald man es geschafft hat in der ersten Reihe zu stehen, nimmt man sich eine Kartoffel, füllt seine Tüte mit den Kartoffeln, die schon mindestens 10 andere Kunden durchwühlt haben und wirft die Tüte auf die Waage mit der direkten und forschen Frage ¿A cuanto están las papas? Und so macht man das dann weiter. Man muss nur aufpassen, dass nicht gleich die Waage wieder besetzt ist, denn hier wird gleichzeitig bedient. Aber jahrelanges Ligretto-Training (Ligretto ist eine Version von MauMau, nur alle spielen gleichzeitig) haben mir einen eindeutigen Vorteil verschafft und ich bin inzwischen auch einem einheimischen Peruaner auf dem Markt gewachsen.

Der stärkere, der lautere gewinnt ist hier leider ein beliebtes System. Ob im Straßenverkehr oder in Diskussionen wer lauter schreit, lauter hupt und sich sein Recht nimmt gewinnt. Manchmal stresst es mich ganz schön, denn eigentlich finde ich unser idyllisches Markt einkaufen deutlich angenehmer, genauso wie die eindeutige Strassenverkehrsregele: rechts vor links und Diskussion in denen man aufzeigen muss um sein Recht auf einen Beitrag zu signalisieren.

Bin ich peruanisiert?
Wie gut ich mich aber an das System am dem Markt adaptiert habe wurde mir dann bei meinen letzten Einkauf dieses Tages bewusst. Ich schielte noch zum bunten Mangold rüber. An dem Stand war auch kaum Betrieb. Also habe ich mir schnell einen Mangold geschnappt, die Bäuerin nach dem Preis gefragt und wir haben Soles gegen die Ware getauscht. Ganz schnell und unkompliziert. Nur, rechts von mir hörte ich plötzlich eine Stimme mit englischen Akzent. „Disculpa, Señorita, falta la educación“. Was wohl mit galt: „Entschuldigung Fräulein, es fehlt an Erziehung“.

Ich fühle mich sofort Seite ertappt und entlarvt, falle direkt in meine Kultur zurück und denke mir: "Hups, da hat sie hat Recht". Auf der anderen Seite denke ich mir: "Liebe Ausländerin das wirst du auch noch lernen, wenn du nicht Stunden warten möchtest".

Und dann wird mir auf einmal bewusst, wie es den Peruaner manchmal gehen muss, wenn ich mit meinem Kulturbild hier ankomme, mit meinen Spielregeln, wie komisch muss ich ihnen gar zu oft erscheinen. Und ist mein Verhalten höflicher und besser, wenn ich warte? Geht es nicht darum das alle die gleichen Spieleregel haben. Auch im Autoverkehr ist für den Peruaner einfach klar, dass das Autos vorfahrt haben, egal um es einen Zebrastreifen gibt oder nicht. Ich empfinde das als Respektlosigkeit. Das gleiche passiert mir in Diskussionen. Wer lauter schreit gewinnt und hat das Wort. Aber was ist denn schon richtig und falsch.

Mein kleiner Perspektivenwechsel hat mir gezeigt, wie schwer es ist eine andere Kultur nicht mit seiner Kultur zu bewerten, diese als Maßstab für alles zu nehmen, sondern es einfach stehen zu lassen. Auf dem Bio-Markt ist es mir offensichtlich geglückt, aber in vielen anderen Dingen steht mir meine Kultur doch häufig im Wege und die Spielregeln scheinen zu unterschiedlich, als könnte man wirklich das gleiche Spiel spielen. Zu einer wirklichen peruanisierung fehlen wohl noch viele Jahre......

Freitag, 22. Juni 2007

Lima Grau

Es ist nun doch Winter geworden und wie man es mir vorhergesagt hat: Es ist schrecklich!!!! Das Bild zeigt echtes Lima-grau , heute morgen 7.30 Nähe Lima Zentrum. Damit ihr auch glaubt das es der Himmel ist, habe ich ein paar Vögel mit aufgenommen. Ich habe jetzt die ersten zwei Wochen unendliches grau hinter mir und es drückt echt auf die Stimmung. Ich finde auch es ist ein sehr eigenes grau, eben ein Lima-grau. Man könnte es sicherlich auf einer offiziellen Farbskaler patentieren lassen.

Einem echten Limeño macht das hingegen nichts aus. Sie finden dieses grau, das sich wie eine beschützende Kappe über die Stadt legt gerade zu perfekt. Viel besser als diese stechende Sonne. Ich hingegen LEIDE!!!! Mein Schokoladenkonsum ist stark angestiegen und bin gerade zu freizügig ganze 2,20 € für eine simple Tafel Schokolade Ritter-Sport Crispy auszugeben.

Aber es ist Freitag. Ich habe das ganze Wochenende und eigentlich brauche ich nur zwei Stunden um aus Lima herauszufahren. Und dann sieht es so aus wie auf dem zweiten Bild (Matucana). Leider nutzt man diese Gelegenheit viel zu selten. Aber es ist gut zu wissen das die Sonne gar nicht so weit entfernt ist.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Glückliche Chemie

Weltweit sind etwa 1.400 Wirkstoffe als Pflanzenschutzmittel im Einsatz. Die Folgen für Umwelt, Gewässer und die Gesundheit der Menschen werden gerne verharmlost.

Im Bananananbau in Costa Rica zum Beispiel liegt der Pestizverbrauch mit 40kg/ha zehnmal höher als in Deutschland - darunter mehrere Pestizide des sogenannten "Dreckigen Dutzends"(Quelle Banafair).

Die Art und Weise wie Spritzmittel ausgebracht werden ist noch ein ganz anders Thema. Bauern die Schutzkleidung, Handschuhe oder Mundschutz benutzen habe ich bei meinen Überlandfahrten noch nie gesehen. In der Regel tragen sie Sandalen, kurze Hose und ein T-Shirt. Bei Gesprächen mit den Bauern kommen lachende antworten wie : "No pasa nada, somos acostrumbados al veneno" (Da passiert schon nichts, wir sind an das Gift gewöhnt).

Die Chemieindustrie tut auch hier ihr bestes um die Risiken zu verniedlicht und klein zu machen, auch wenn die gesundheitlichen Folgen inzwischen in vielen Studien nachgewiesen worden sind. Dazu gehören insbesondere bei den Anwendern in Entwicklungsländern: Hautausschläge, Unfruchtbarkeit und Krebs. Vieles ist aber auch noch ungewiss zum Beispiel die Wechselwirkungen zwischen Stoffen. Und wie hoch ist das Risiko für die Verbraucher, die rückstandsbelastetes Obst und Gemüse essen? Was ist mit dem Einsatz unerlaubter Mittel - nur ein Problem in Lateinamerika? Selbst die Pflanzenschutzkontrolle der Bundesländer in Deutschland stellte bei Betriebsinspektionen 2004 fest, dass in rund 4% der kontrollierten Betriebe UNZULÄSSIGE Pestizide eingesetzt wurden.

Für DDT, welches heute unbestritten eines der gefährlichsten Spritzmittel war, wurde in den 70-er Jahren so geworben:

Aber auch heute wird immer noch mit netten Bilder auf den Mauern der Geschäfte für den Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft geworben:


Dieses Schild mit dem glücklichen Bauern und seiner Spritze verspricht "Bessere Produkte für deine Ernte".

Ein wirklich schönes Bild mit Kuh, Lama und Schaf - ganz idylllisch.


Wenn ich das alles so sehe bin ich froh, dass ich im ökologischen Landbau arbeite, der auch ohne Chemiekeule auskommt und dazu beitragen soll die Lebensbedingungen der Bauern zu verbessern. Einer meiner Kollegen hat es bei einer Versammlung mit den Bauern gut formuliert: "Ökolandbau ist für intelligente Menschen wie Euch, denn Ökolandbau arbeitet nicht mit fertigen Paketlösungen". Genau, die Problem-Standard-Paketlösung gibt es nicht - zugegebener Maßen manchmal ist das lästig, aber wenn ich mir die Folgen anschaue, wenn ich die Bauern hier sehe die ohne Schutzkleidung spritzen und nicht nur die Umwelt verschmutzen sondern zu allererst sich selbst eine Schaden zu fügen bin ich davon überzeugt, dass es sich lohnt einen anderen Weg zu suchen. Denn die Kleinbauern und Plantagenarbeiter sind nicht diejenigen die bei 40kh/ha Pestiziden reich werden.

Und noch ein TIPP: Die Werbung auf Mauer ist hier sehr verbreitet. Wer mehr von sprechenden Mauern lesen möchte sei auf Susannes Blog verwiesen.