Heute mal ein Foto-Urlaubs-Blog fast ganz ohne interkulturelle, politische oder soziale Hintergründe. Und so beginnen auch wir die Feiertage in Lima auf dem BIO MARKT.
430.000 Einwohner, Hauptstadt des Bezirkes Junín, liegt 250 km östlich Limas in den Anden auf 3259 m.ü.M.
Und am nächsten Tag sitzen wir schon im Bus richtig Huancayo: Das sind ja schöne Aussichten.
Und dann gleich zur landwirtschafltichen Messe. Wie gut das ich mit Eva, auch einer Diplom-Bäuerinn, reise welche die Faszination für Schafe, Lamas, Kartoffeln etc. teilt. Auf dem Foto sieht man wie "Pachamanca", ein traditionelles Andengericht, zubereitet wird.
Eigentlich gräbt man ein Loch in den Boden (aber auf so einer Messe ist man da eben mal flexibel und macht das ganze oberirdisch) und entzünden dort ein Feuer, in dem große flache Steine erhitzt werden. Wenn diese so richtig heiß sind schichtet man Kartoffeln, Fleisch, (Ziege, Schwein oder Hühnchen) Mais, Bohnen etc. zwischen die heißen Steine. Dann wird es zugeschüttet und ca. 2 Stunden lang in der Erde gekocht. Leider hatten wir zuvor schon gegessen :-(.
Und dann das was wir schon lange gesucht haben: Kartoffel, Kartoffeln, Kartoffeln!!!!! Eine Auswahl ohne Ende. Hier kaufen wir dann auch ein um später, zurück in Lima, ein kleines Verkostungsessen zu machen. Dafür müssen wir allerdings die nächsten Tage 3 kg Kartoffeln mit auf unsere Fahrt nehmen.
Weitere Knollenfrüchte: Die sind süß und haben bei unserem ersten Testessen nicht so richtig gut abgeschnitten.

WANDERN IN HUANCAYO
Jetzt endlich raus in die Natur: Wandern auf 4.500 m, da ist das Atmen mal wieder schwer. Puh!! Uff!! Geht alles nur ganz langsam. Immer schön Pause machen.
Und hier noch was fürs Auge
CHUPALCA
In Chupalca sind wir 15 Minuten entfert von Huancayo auf dem Weg nach Yauyos gestrandet. Es fährt es morgen wieder ein Bus.
Nach längerer Hostal suche - das ist in den provincias manchmal nicht so leicht, denn es gibt häufig nur kaltes Wasser **brrr**, Flöhe und einfach nur ungemütliche kalte Zimmer - bestellen wir in der Bäckerei einen "Capuccino". Die junge Verkäuferin guckt mich nur ungläubig an. Ich zeige ihr dann auf der Speisekarte: "Café Capuccino". Ein lautes "Ahhhhh" entfährt ihr und sie sagt mit einem Unterton von "warum ich das denn nicht gleich gesagt habe": "Café" und lächelt. Danach sieht man drei junge Mädchen aufgeregt zwei Capuccinos vorbereiten. Wir sind schon ganz gespannt. Und das ist das Ergebnis. We proudly present:

Normaler Cafe gesüßt mit einer großen Sahnehaube und diese auch stark gezuckert. Stolz präsentieren sie uns den Capuccino. Wir sind ehrlich gesagt ganz gerührt wie liebevoll sie ihn zubereitet haben und versuchen ihn auch auszutrinken, aber ganz schaffen wir es leider nicht.
Hauptstadt des Bezirkes Yauyos ca. 2900 m.ü.M.
Am nächsten Morgen geht es dann los nach Yauyos. Der Bus ist vollbepackt. Nicht nur mir Peruanern sondern auch mit Säcken von Knoblauch, Zwiebeln, Weizen etc.
Und jetzt bleiben wir auch noch mit dem Bus liegen. Und das auf sonnigen aber kalten 4.300 m. Aber wie man sieht die Laune ist gut.
Hier unsere spartanische Unterkunft in Yauyos, die mir mal wieder eine Reihe Flohstiche eingetragen haben und natürlich gab es auch nur kaltes Wasser.
Und während die einen hart Arbeiten ....
...schmausen die andern feudal (wir in diesem Fall)
Ehrlich gesagt besser kann man die Situation in Peru gar nicht charakterisieren.
Na dann Prost!






























